Namen merken, leicht gemacht! – 5 einfache Tipps

Du willst Dir leichter Namen merken? Dann bist Du hier richtig.

Der beste Tipp gleich zu Beginn: Je öfter Du den Namen Deines Gegenübers verwendest, umso leichter merkst Du Dir den Namen. Wenn Du Dir einen Namen merken möchtest, verwende den Namen Deines Gegenübers möglichst oft.

1. Namen merken – doch nicht so leicht?

Manchmal ist Namen merken doch nicht so leicht. Vielleicht kennst Du die folgenden Situationen:

  • Die Person sagt ihren Namen, aber kurz danach hast Du den Namen wieder vergessen.
  • Du bist mit mehreren Personen zusammen. Alle stellen sich vor, doch wenn Du Glück hast, kannst Du Dir vielleicht ein oder zwei Namen merken.
  • Du verstehst den Namen Deines Gegenübers nicht so richtig.
  • Du weißt nicht, wie Du den Namen aussprechen sollst.
  • Du verwechselst den Namen.
  • Du bist generell nicht gut im Namen merken.

Für all diese Situationen helfen Dir die Tipps in diesem Artikel. Glaub es mir nicht, probiere es aus 😉.

Der zweitbeste Tipp: Höre auf zu glauben, dass Du Dir keine Namen merkst.

Ehrlich. Oft bestärken sich Menschen darin, dass sie etwas nicht können. Das ist die besten Methode, dass es so bleibt. Dabei braucht es manchmal nur einen kleinen Tipp, wie es leichter geht – und dann geht’s. Dieser kleine Tipp ist dieser Artikel für Dich.

Ich hatte lange Zeit das Gefühl, dass ich mir keine Namen merken kann. Irgendwann habe ich es gezielt gelernt … einen Artikel darüber lesen und dann ausprobieren. Mehr nicht.

Ich frage mich: Woran würdest Du merken, dass es Dir etwas leichter fällt, Dir Namen zu merken?

Vielleicht wirst Du bald bemerken, wie Du Dir leichter Namen merkst.

Ich habe diesen Artikel einigen Freunden zum Probelesen gegeben. Seitdem kennen sie die Prinzipien und wir haben einen Riesenspaß dabei, es auszuprobieren. Manchmal schauen uns Menschen verwundert an, wie wir nach einer Vorstellungsrunde einfach alle Namen drauf haben. Die eine oder andere Begebenheit aus diesem Artikel haben meine Freunde auch noch beigsteuert.

Namen merken: Es lohnt sich

Der Name eines Menschen ist das schönste und wichtigste Wort in seinem Leben. Nimmst Du den Namen ernst, nimmst Du den Menschen ernst. Dein Gegenüber fühlt sich gesehen und angesprochen.

Wenn Du gut mit Menschen werden möchtest, dann merke Dir ihre Namen.

Willst Du lernen, gut mit Menschen umzugehen, dann werde gut darin, Dir ihre Namen zu merken. Foto: Malte Helmhold @unsplash
Willst Du lernen, gut mit Menschen umzugehen, dann werde gut darin, Dir ihre Namen zu merken. Foto: Malte Helmhold @unsplash

2. In Kürze: Fünf Schritte zum Namen merken

Einen Namen merkst Du Dir 5 Schritten:

  1. Achte auf den Namen und die Aussprache
  2. Sprich den Namen nach
  3. Stelle Dir vor: Wie schreibt man den Namen
  4. Baue Dir eine Eselsbrücke oder erzähle eine Geschichte zum Namen
  5. Verwende den Namen sofort im Gespräch. Öfters.

Zu jeden dieser Punkt bekommst Du viele kleine Tipps in diesem Artikel.

Am Ende bekommst Du wertvolle Hinweise, wie andere Menschen sich Deinen Namen besser merken können. Denn: Menschen mögen Dich mehr, wenn sie Dich beim Namen nennen können. Stell Dir das mal vor.

3. So machst Du Dir viele Freunde!

Gerade war ich mit Ben Café trinken und erzählte ihm, dass ich zurzeit diesen Artikel schreibe. Er reagierte sofort: „Namen merken, das möchte ich auch können!“

Ben war letztes Jahr auf Rucksackreise in Thailand. Er fand es total faszinierend, wie gut sich einige Leute in den Hostels die Namen merken konnten.

Manchmal traf er die Leute nach zwei Tagen wieder und sie grüßten ihn einfach beim Namen: „Hi Ben!“

Er fühlte sich angenommen und irgendwie verbunden. Ben meinte: „Sich die Namen anderer Menschen schnell merken zu können, ist ein echter Skill! Damit macht man sich viele Freunde!“

Dein Name ist das schönste Wort

Nennst Du jemanden beim Namen, dann vermittelst Du das Gefühl, dass Dir diese Person so wichtig ist, dass Du Dir ihren Namen merken kannst.

Es fängt bereits in dem Moment an, in dem ihr Euch einander vorstellt. Denn, sagt Dir jemand seinen Namen, dann ist das oft ein Zeichen: Ab jetzt hast Du eine Bedeutung in meinem Leben. Ich vertrauen schon so viel, dass ich Dir meinen Namen sage. Nimmst Du diese Bedeutung an, dann hast Du einen Menschen für Dich gewonnen.

Dale Carnegie sagt: „Wer den Namen eines anderen behält und ihn immer wieder ausspricht, macht dem Betreffenden ein diskretes, aber sehr wirkungsvolles Kompliment.“

Aus Fremden werden Bekannte

In Workshops nutze ich die Vorstellungsrunde oft dafür, die Methoden des Namen merkens miteinander zu üben. Interessant ist, wie sich die Gruppe verändert.

Vor der Vorstellungsrunde war man sich noch unbekannt – und jetzt, kennt man sich und nimmt Bezug aufeinander. Ein kleines Wort – der Name – macht aus Unbekannten Bekannte.

Eines Tages werden andere vielleicht zu Dir sagen: „Wow! Wie Du das immer machst! Ich möchte mir auch so gut Namen merken können. Du musst ein gutes Gedächtnis haben.“

Das Geheimnis: Namen merken ist ein soziales Ritual – das zelebriert werden möchte

Vielleicht hast Du es schon bemerkt: sozialkompetente Menschen, die gut mit anderen Menschen umgehen können, zelebrieren den Moment des Namenstausches.

Es ist wie ein Ritual. Es ist der Anfang einer Kennenlerngeschichte, ein wunderbarer Moment, der seine Zeit dauern darf. Sozialkompetente Menschen nuscheln nicht nur kurz ihren Namen und nehmen dann flüchtig den Namen des Gegenübers wahr – und vergessen ihn dann gleich wieder. Nein, sie machen etwas anderes!

Sozialkompetente Menschen nehmen sich Zeit: Sie hören genau zu, wenn ihr Gesprächspartner seinen Namen sagt. Sie sprechen den Namen selbst aus, erzählen vielleicht eine kleine Geschichte zu dem Namen und manchmal fragen sie auch, wie der Name geschrieben wird. Auf jeden Fall verwenden sie den Namen öfter im Gespräch.

Das ist ihr Geheimnis.

Sozialkompetente Menschen erkennen, dass Du einer von ihnen bist.

Als ich Ben das erzählt habe, sagte er: “Spannend! Das werde ich beobachten. Ab jetzt nehme ich mir vor, an diesem Ritual mit Genuss teilzunehmen. Und wenn die anderen nur flüchtig ihren Namen nennen, dann fange ich eben an, dieses Ritual zu zelebrieren. Wenn es so einfach ist, warum nicht?”

Sozialkompetente Menschen werden erkennen, dass Du einer von ihnen bist.

Die anderen werden sich wundern, wie gut Du Dir Namen merkst. Vielleicht wirst Du überrascht sein, wie leicht das geht.

4. Das Ritual: Fünf Schritte zum Namen merken

Jetzt lernst Du die fünf Schritte kennen, mit denen sich beliebte Menschen auf einfache Weise viele Namen merken – und gleichzeitig einen guten Gesprächseinstieg haben.

Manche meiner Leser freuen sich übrigens jetzt über diesen Moment: “Juchu! Ich lerne jemand neues kennen. Ich kann wieder üben, mir einen Namen zu merken!”

Schritt 1: Konzentriere Dich auf den Namen und die Aussprache

Wenn Dein Gegenüber seinen Namen sagt, gib ihm Deine ganze Aufmerksamkeit.

Schau ihm in die Augen, lächle und bringe Deine volle Konzentration auf den Namen. Manchmal schüttelt man währenddessen die Hände, das ist kulturabhängig. Wichtig ist jedenfalls, dass Du ganz genau zuhörst.

Was wäre das Gegenteil von voller Konzentration? Ich erlebe Menschen, die, während eine Person ihren Namen sagt, schon die nächste Person in der Runde ansehen, um sich gleich dorthin zu wenden. Total unaufmerksam. Oder sie denken währenddessen an etwas anderes, schauen aufs Handy oder aufs Dekolleté.

Das machst Du nicht. Du konzentrierst Dich auf den Namen und wie der Name ausgesprochen wird.

Denn im nächsten Schritt wirst Du den Namen selbst aussprechen. Genau so, wie die Person ihn gesagt hat. Deshalb hörst Du jetzt genau zu.

Schritt 2: Sprich den Namen deutlich nach

Sprich den Namen deutlich nach. Nutze dabei die gleiche Betonung.

Der Dialog geht vielleicht so:

  • Er: „Mein Name ist Michael.“
  • Du: „Ah, Michael. Schön Dich kennenzulernen, Michael.“

Wie siehst, kannst Du den Namen in einer normalen Gesprächssequenz sogar zwei Mal verpacken.

Es geht darum, dass Du deutlich machst, ob Du den Namen richtig verstanden hast.

Du kannst den Namen zwei Mal sagen. Denn: Je öfter Du den Namen sagst, umso besser merkst Du ihn Dir. Gleichzeitig wird sich Dein Gegenüber gewertschätzt fühlen, er versteht es unbewusst als Kompliment.

Wahrscheinlich wird es Dir leicht fallen, den Namen Michael zu verstehen und auszusprechen. Bei anderen Namen könnte es komplizierter sein. Deshalb jetzt ein kleiner Trick.

Schwierige Namen merken und aussprechen

Falls Du kein Spanisch sprichst, wird Dir der folgende Name vermutlich schwer fallen: Jorge.

In der Sprachlautschrift wird Jorge so geschrieben: [ˈxoɾxe]. Das hilft Dir wahrscheinlich auch nicht weiter!

Wenn Dein Gegenüber seinen Namen – Jorge – ausspricht, wirst Du ihn vermutlich nicht korrekt verstehen oder nachsprechen können.

Deshalb wird sich das Ritual um eine kleine Schleife erweitern.

Du lächelst einfach höflich und sagst:

  • „Entschuldigung. Ich glaube, es fällt mir nicht leicht, Deinen Namen auszusprechen. Kannst Du mir helfen? Wie war Dein Name noch mal? Kannst Du ihn noch mal sagen?“

Dein Gegenüber wird Dir seinen Namen noch mal sagen. Probier jetzt einfach den Namen auszusprechen, egal wie falsch. Der andere kann Dich ja korrigieren.

Du kannst Dir sicher sein: Wenn Du Probleme hast, den Namen auszusprechen, dann haben das auch andere. Dein Gegenüber wird es gewohnt sein, dass Du mehrere Versuche brauchst – und es vor allem schätzen, wenn Du Dir diese Mühe gibst. Viele ignorieren den Namen nämlich einfach, und das fühlt sich nicht gut an.

Die Eselsbrücke für schwierige Namen

Wenn Du Glück hast, hat Dein Gegenüber schon eine kleine Eselsbrücke für die Aussprache seines Namens. Im Falle von Jorge könnte das sein: Es ist wie horch! und hey!.

“Horch!-Hey!

Falls Dein Gegenüber Dir keine Eselsbrücke anbietet, dann bau Dir einfach selbst eine. Das kannst Du laut machen, oder still im internen Gespräch.

Übrigens: Jorge aussprechen (Lautsprechersymbol klicken)

Schritt 3: Wie schreibt man Deinen Namen

Viele Menschen können Namen leichter aussprechen oder merken, wenn sie wissen, wie man den Namen schreibt.

Du kannst Dir deshalb vorstellen, wie man den Namen schreibt.

Bei einem Namen wie Michael passiert das automatisch. Bei Jorge wirst Du Dich mehr konzentrieren müssen.

Du kannst Dein Gegenüber deshalb fragen:

  • „Kannst Du mir kurz helfen? Wie buchstabiert man Deinen Namen?“

Wenn Du magst, kannst den Namen aufschreiben – entweder auf Papier oder als Notiz in Deinem Handy.

Mit der Zeit wirst Du im Namen merken immer besser. Der Name Jorge ist in Spanien oder in Südamerika weit verbreitet. Wenn Du den Namen einmal gelernt hast, wirst Du ihn immer wieder nutzen können.

 Schritt 4: Baue eine Eselsbrücke oder erzähle eine Geschichte

Jetzt geht es darum, dass Du Dir den Namen wirklich merkst.

Du merkst Dir einen Namen am besten, wenn Du ihn mit etwas verknüpfst, was bei Dir bereits bekannt ist.

Bei Namen liegt es nahe, an andere Personen zu denken. Heißt Dein Gegenüber genauso wie ein Bekannter von Dir? Oder wie eine bekannte Persönlichkeit?

Ein Beispiel:

  • Michael! Das erinnert mich an das Buch, was ich zuletzt gelesen habe! Das war geschrieben von Michael Caesar Mau. Der Hauptcharakter hieß auch Michael! Ein Lebemann, der nie genug Champagner bekommen konnte!“

Diese Geschichte kannst Du ruhig laut erzählen. Sie trägt zu eurer Verbindung bei. Außerdem hast Du den Namen jetzt schon mehrfach gesagt, was Dir beim Merken hilft. Dein Gegenüber fühlt sich gewertschätzt, schließlich ist ihm sein Name wichtig.

Bitte achte darauf, dass es eine positive Geschichte ist, die Du laut erzählst. Dein Gegenüber soll sich wohl fühlen in Deiner Gegenwart.

Wenn Michael beispielsweise Dein nerviger Banknachbar in der Schule war, der immer schlecht gerochen hat, dann wirst Du das sicher NICHT laut sagen – und schon gar nicht, wenn weitere Menschen zuhören. Dann musst Du Dir etwas anderes einfallen lassen.

Als Ben diesen Artikel las, sagte er sofort: “Davon war ich immer total genervt! Wenn ich mich in der Schule als Ben vorgestellt habe, fingen alle immer sofort an mit: Ah, wie Benjamin Blümchen.”

Ben wurde regelrecht gehänselt damit.

Ich habe Ben sofort empfohlen: Lass Dir eine eigene Geschichte einfallen, um Dich vorzustellen.

Profis bieten selbst eine Geschichte zum Namen merken an

Wenn Du Glück hast, dann hast Du es mit einem echten Sozialprofi zu tun. Ein sozial kompetenter Mensch bietet seinem Gegenüber selbst eine Geschichte zum merken seines Namens an.

Michael könnte zum Beispiel sagen:

  • „Michael war 1973 der meistvergebene Name. Da wurde ich auch geboren. Andere bekannte Persönlichkeiten mit meinem Namen sind zum Beispiel Michael Jordan, Michael Stich oder der Erzengel Michael. Die weibliche Variante ist übrigens Michaela.“

Wer kann den Namen Michael danach noch vergessen?

Du kannst Deinen Gegenüber übrigens auch direkt fragen:

  • “Hast Du eine Eselbrücke, wie ich mir Deinen Namen leichter merken kann?”

Auf Englisch kannst Du übrigens sagen:

  • “Do you have a memory hook to make it easy to remember your name?”

Schritt 5: Sprich die Person mit Namen an

Jetzt, wo Du den Namen weißt, kommt der wichtigste Schritt: Sprich die Person ab jetzt öfter mit ihrem Namen an. Auf diese Weise merkst Du Dir den Namen leichter. Gleichzeitig wird sich Dein Gegenüber geschmeichelt fühlen.

In der Mittagspause war ich gerade mit Susanne essen. Sie ist Führungskraft von zirka 200 Personen. Ich erzählte auch Susanne von diesem Artikel zum Thema Namen merken.

Sie schaute mich an: „Ja, das ist ein Thema für mich!“

Ich fragte sie: „Und, wie machst Du das?“

Sie sagte: „Ich muss mir viele Namen merken. Ich mache es wohl so, wie alle. Ich sage den Namen sehr oft im Gespräch und mache mir im Kopf jedes Mal ein Foto von dem Gesicht meines Gegenübers. Viele Sätze lauten etwa so:

  • Gut macht, Marion
  • Ja, das machen wir so, Marion.
  • Marion, kannst Du das noch mal genauer beschreiben?
  • Danke, Marion.

Ich habe Susanne vorgeschlagen, dass ich ihr gern diesen Artikel zuschicke, sobald er fertig ist. Susanne hat sich gefreut.

Auf diese Weise kann sich Susanne nicht nur die Namen ihrer Mitarbeiter merken, sondern auch die Namen der Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Abteilungen. Das wirkt Wunder, wenn sie mal etwas braucht. Sie hat die Methode übrigens in einem gut bezahlten Führungskräftetraining gelernt.

Wenn mich Susanne fragen würde, was sie anders machen kann: Ich würde Susanne vorschlagen, dass sie bei jedem Namen noch eine positive Anekdote ergänzt, wenn sie die Person gerade kennenlernt. Natürlich eine, die man im beruflichen Umfeld verwenden kann.

Wenn Du jemanden neu kennenlernst und Dir den Namen bis zum nächsten Wiedersehen merken möchtest, kannst Du besonders bei der Verabschiedung den Namen noch mal benutzen:

  • „Tschüss,Michael. Schön Dich kennen gelernt zu haben, Michael.“

Jetzt sollte der Name sitzen.

5. Namen vergessen 😣 – was tun?!

Ab jetzt könntest Du ein angehender Profi im Namen merken sein. Und trotzdem wirst Du vielleicht einige Namen vergessen, manche werden Dir vielleicht sofort wieder entfallen, sobald Du sie gehört hast.

“Wie peinlich!”, würden einige jetzt sagen!

Stimmt nicht!

Ich habe mir folgendes angewöhnt: Ich frage einfach noch mal. Manche behaupten, es wäre unhöflich, ein zweites oder drittes Mal nach dem Namen zu fragen. Das stimmt nicht. Es ist gerade besonders höflich, wenn Du noch einmal fragst. Denn Dir ist der Name Deines Gegenübers so wichtig, dass Du sogar zugibst, dass Du den Namen vergessen hast. Was für ein Investment! Eventuell kannst Du mit einer geschickten Formulierung Deiner Frage den Vorwurf der Unhöflichkeit vorsorglich entkräften:

  • Du: „Entschuldigung. Ich möchte nicht unhöflich sein, doch ich fürchte, ich habe Deinen Namen vergessen. Kannst Du mir noch mal helfen?“

Jetzt machst Du alles, wie am Anfang: Nachsprechen, eine Geschichte ausdenken und Dich natürlich bedanken, dass die andere Person noch mal ihren Namen genannt hat.

Sollen andere es gern peinlich finden. Du kennst jetzt den Namen mehr und gewinnst neue Freunde. Super.

Extra: Hilf anderen, sich Deinen Namen zu merken

Menschen mögen andere Menschen mehr, wenn sie ihren Namen kennen.

Einige Menschen sind sogar peinlich berührt, wenn sie sich einen Namen nicht merken können – sie gehen dann lieber aus dem Kontakt, als dass sie ein zweites Mal nach dem Namen fragen.

Wenn andere sich auf einfache und unterhaltsame Weise Deinen Namen merken können, dann fühlen sie sich wohler. Du kannst dazu beitragen, dass Dein Gegenüber Spaß dabei hat, sich Deinen Namen zu merken.

Wie Du das machst? Hilf ihm einfach bei jeden der fünf Schritte, die Du in diesem Artikel bereits kennengelernt hast.

Schritt 1: Sprich Deinen Namen deutlich aus

Wenn Du Deinen Namen nennst, sprich ihn deutlich aus. Sieh Dein Gegenüber an und sprich Deinen Namen so deutlich aus, dass Dein Gegenüber ihn gut verstehen kann (nicht anschreien, aber du weißt schon… nicht nuscheln)

Was kannst Du falsch machen: Manche sind schüchtern, wenn sie ihren Namen nennen. Sie nuscheln oder schauen auf den Boden. Manche sagen ihren Namen ganz schnell, als ob er unwichtig sei. Das machst Du nicht. Du willst Deinem Gegenüber helfen. Deshalb schlage ich vor: Schau Deinem Gegenüber in die Augen und sage Deinen Namen klar und deutlich.

Schritt 2: Höre gut zu und hilf korrigieren

Wenn Dein Gegenüber Deinen Namen wiederholt, höre gut zu. Am besten mit einem Lächeln.

Du kannst Dich freuen, egal ob Dein Gegenüber Deinen Namen richtig gesagt hat oder nicht – immerhin hat er es versucht.

Wenn die Aussprache richtig war, bestätige ihn.

  • Du: “Ich heiße Michael.”
  • Er: “Michael, Schön Dich kennezulernen, Michael.
  • Du: „Danke. Wie heißt Du?“

Wenn die Aussprache nicht ganz richtig war, kannst Du entscheiden: Willst Du ihn korrigieren oder nicht. Wenn Du korrigierst – und das ist immer ok! – dann mache es gern wohlwollend und habe Geduld.

Vielleicht lässt Du Dir eine Eselsbrücke einfallen, die es den Menschen leichter macht, Deinen Namen zu verstehen. Vielleicht erinnerst Du Dich noch an: Horch!-Hey!

Schritt 3: Namen buchstabieren

Wenn Du merkst, dass es hilfreich ist, dann kannst Du Deinen Namen buchstabieren. Manchmal reicht es auch, nur einen Teil davon zu buchstabieren oder eine kleine Merkhilfe zu geben.

Jorge würde wahrscheinlich sagen: „Vorn mit J. Doch das J wird wie ein H ausgesprochen. Horch!-Hey!

Ich heiße zum Beispiel Preller mit Nachnamen. Meine Eselbrücke ist: Preller, wie Zech-Preller. Wird immer gern genommen. Im formellen Kontext nicht so passend, dafür umso mehr unter Freunden oder abends in der Bar 😉.

Schritt 4: Biete eine Eselsbrücke oder eine Geschichte an

Menschen merken sich Deinen Namen leichter, wenn sie eine Geschichte oder eine bekannte Persönlichkeit mit Dir verbinden. Sammle deshalb Geschichten und Eselsbrücken, die Du zu Deiner Vorstellung erzählen kannst.

Folgende Punkte können Dir helfen:

  • Wer waren angenehme bekannte Persönlichkeiten mit Deinem Namen?
  • Hatten bekannte Persönlichkeiten vielleicht einen ähnlichen Namen?

Eine Kristina könnte zum Beispiel sagen: “Kristina, wie Christina Aguilera, nur mit K am Anfang.”

Ich mache es zum Beispiel so:

  • „Mein Name ist Georg. Die englische Variante ist George, wie George Clooney.”

Meistens ernte ich ein lächeln. Ein bisschen dick aufgetragen. Wenn ich mich erklären möchte, sage ich folgendes:

  • “Diese Eselsbrücke habe ich mir einfallen lassen, als George Bush Präsident der USA war. Damals sagte jeder sofort: Wie George Bush. Dem wollte ich zuvorkommen, und mir fiel nur George Clooney ein. Etwas vermessen, aber warum nicht.“

Jetzt hat es mein Gegenüber viel leichter, sich meinen Namen zu merken.

Mein Schmerz aus der Schule ist, dass manche sofort an Georgie Porgie dachten. Wir hatten im Englischunterricht ein Gedicht mit Georgie Porgie, mit dem ich mich nicht identifizieren wollte. Eine Zeile in dem Gedicht war: Georgie Porgie ran away. Ich wollte nicht, dass meine Mitschüler mich mit Georgie Porgie in Verbindung brachten.

Als ich jünger war, mochte ich meinen Namen generell nicht. Niemand in der Stadt hieß Georg, außer ich. Meinen Frieden habe ich mit meinen Namen geschlossen, als ich einmal zu Weihnachten in Bethlehem war: Dort war ein riesiges Porträg von Georg dem Drachentöter, in der Geburtskirche von Jesus. Ich bin nicht mehr christlich, und trotzdem hat mich das Bild total angenehm überrascht. Dort beschloss ich, dass ich meinen Namen mag.

Jetzt kennst Du vier Geschichten zu meinem Namen. Außerdem hat mein Gegenüber – je nach Geschichte – total viel Unterhaltungsstoff mit mir.

Spitznamen und Verkürzungen

Wenn Dein Name schwierig ist, kannst Du Deinem Gegenüber entgegenkommen, in dem Du einen Spitznamen anbietest: „Gute Freunde und Bekannte nennen mich auch …“

Christina, eine Freundin von mir, hat eine Weile in England gewohnt. Auch wenn Christina hat durchaus geläufiger Name dort ist, fiel es den Menschen leichter sie Chris zu nennen. Also Chris. Als sie dann nach Italien umgezogen ist, fiel den Italienern Cri noch leichter als Chris. Also Cri. Christina hat schon Witze gemacht, welcher Buchstabe als nächstes wegfällt, wenn sie in das nächste Land zieht. Das ist übrigens auch eine nette Geschichte, zum Namen merken.

Viele Künstler vereinfachen oder verkürzen ihren Namen, damit sich viele Leute den Namen merken und aussprechen können. Manche verändern den Namen ganz. Elton John heißt zum Beispiel mit bürgerlichen Namen Reginald Kenneth Dwight, Ed Sheeran heißt eigentlich Edward Christopher Sheeran.

In China haben viele Geschäftsleute neben ihrem chinesischen Namen zusätzlich einen typischen amerikanischen Namen, damit internationale Geschäftspartner sie bei einem aussprechbaren Namen ansprechen können. Sie heißen dann eben John, Michael, David, Thomas, ….

Schritt 5: Nutze Deinen Namen selbst im Gespräch

Du kannst Deinen Namen auch selbst im Gespräch nutzen, um den anderen an Deinen Namen zu erinnern.

  • Michael würde sagen: „… und dann dachte ich mir: Mensch, Michael, warum bist Du da nicht gleich draufgekommen. Ich nehme einfach …“
  • Jorge würde sagen: „…. Und dann sagte mein Chef zu mir: Jorge, kannst Du das am Montag gleich erledigen?“

Ok, dass musst Du nicht wirklich oft machen. Aber es ist eine Möglichkeit.

Bonus: Mehr als den nur Namen merken

Wenn Du dann ein Namensprofi bist, kannst Du Dir noch weitere interessante Details zu den Personen merken:

  • Wer sind wichtige Personen im Leben des anderen?
  • Welche Interessen hat mein Gegenüber?
  • Was ist ihm oder ihr wichtig?
  • Welchen Beruf hat die Person?
  • Wann ist ihr Geburtstag?

André traf Arne wieder, mit dem er vor zirka 4 Wochen ein kurzes Gespräch für 5 Minuten hatte. André und Arne hatten jeweils ihr Kind vom Kindergarten abgeholt. Arne fragte ihn: „Hi André! Wie geht’s? Wie geht es Deiner Freundin? Wie war euer Urlaub in Kroation? Hat alles geklappt mit dem Segelboot?”

André freut sich.

Ich glaube, so ein Wiedersehen ist viel besser als: „Sorry, ich weiß, wir hatten uns unterhalten. Ich habe leider Deinen Namen vergessen. Ich merke mir generell keine Namen. Wie heißt Du noch mal?“ – Trotzdem, besser so, als nur ein flüchtiges, verlegenes Grüßen. Ein zweites Mal, auch ein drittes Mal fragen, ist immer ok. Besser als kein Kontakt.

Dale Carnegie schreibt: „Wer sich für andere interessiert, gewinnt in zwei Monaten mehr Freunde als jemand, der immer nur versucht, die anderen für sich zu gewinnen, in zwei Jahren.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Spaß bei Namen merken. Viel Spaß mit all den Menschen, die Du ab jetzt für Dich gewinnen kannst.

Lass mich gern wissen, wenn Du weitere Tipps zum Merken von Namen hast.

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Von |2023-12-22T16:44:48+01:001. September 2023|Startseite|0 Kommentare

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