Guter Orgasmus, weil Du Freunde hast

Das Gehirn setzt aus. Die Zeit bleibt stehen. Ein unglaublich überwältigendes Gefühl macht sich im gesamten Körper breit. Ein Rausch. Ein Kribbeln. Ekstase. Wow! Unglaublich. Ein Orgasmus.

Yesssssss! Ein Moment für die Ewigkeit. Danke!

Mehr davon!

Ein außergewöhnlicher Bewusstseinszustand.

Wenn Du überhaupt noch denken kannst.

Was?

Björn Thorsten Leimbach - Männlichkeit Leben - Männerfreundschaften - Foto: Quino al Ce @unsplash.com
Orgasmus als kollektives Austicken. Weil es Spaß macht und notwendig ist. Foto: Adam Whitlock auf unsplash.com (bearbeitet)

🎈 Ein guter Orgasmus – was ist das schon?

Ein guter Orgasmus hat damit zu tun, dass man sich fallen lassen kann. Bei einem guten Orgasmus gibst Du Dich der Situation hin und löst Dich in ihr auf.

Eigentlich machst Du gar nicht. Ein Orgasmus passiert.

Ein Orgasmus ist in vielen Fällen nicht sexuell. Was?!

Klar, der Orgasmus ist in unserer Gesellschaft stark sexuell konnotiert. Das ist ok. Ein anderes Wort, das weniger sexuell verwendet wird, ist: Ekstase.

Wenn bei der Fußball-Europameisterschaft Millionen Menschen vor großen Leinwänden mitfiebern, Tony Kroos elegant eine lange Flanke schließt und Florian Wirtz den Ball straff im Tor versenkt, dann wirst Du ihn wieder beobachten können: Den kollektiven Orgasmus.

Menschenmassen schreien und jubeln. Aufgelöst in Ekstase. Ein geiles Gefühl!

Massenorgasmus.

Nicht nur Männer. Auch Frauen.

Schreiende Frauen bei Konzerten ihrer Stars. Ich bin mir nicht ganz sicher, doch so einige Orgasmen sind da wohl dabei.

Orgasmus als Reset im Gehirn

Du kannst Dir vorstellen: Ich lese viele Bücher über Freundschaft. Eigentlich wollte ich mal etwas anderes Lesen. Warum nicht zur schönsten Sache der Welt: Den Orgasmus.

Schon nach wenigen Seiten jedoch ging es um Freundschaft. Das Buch heißt: „Hingabe und Auflösung – Orgasmus als Reset im Gehirn“.

Das Buch handelt vom Sexualtherapeuten László Németh und seinen wesentlichen Erkenntnissen. Leider ist das Buch ausverkauft und nur noch gebraucht zu horrenden Preisen erhältlich (Amazon-Link, Werbung)A. In Bezug auf Freundschaft findest Du das Wichtigste hier zusammengefasst.

Orgasmus! Ich will mehr davon!

Die Fußball-EM ist nur alle 4 Jahre. Elvis Presley lebt nicht meht. Taylor Swift spielt dieses Jahr nur 2 Konzerte in Deutschland.

Zu wenig für gute Orgasmen.

Deshalb braucht es andere Events!

Gute Orgasmen lassen sich besonders dann erleben, wenn man mit Menschen umgeben ist, mit denen man sich sicher fühlt. Menschen, mit denen man sich einer Situation ganz hingeben kann.

Zum Beispiel mit Freunden.

Das könnten solche Situationen sein:

  • Gemeinsam Lachen bei guten Witzen, und zwar so richtig!
  • Abenteuer wie Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, Turmspringen, Wasserrutsche, usw.
  • Reisen in unbekannte Länder mit vielen Überraschungen
  • Beim Sport – Zuschauen oder selbst machen!
  • Gemeinsame Erfolge
  • Gemeinsam eine Person aus schwieriger Lage befreien
  • Momente überwältigender Schönheit
  • Beim gemeinsamen Tanzen oder Singen

Ein Orgasmus in solchen Momenten kann zwar angebahnt werden, doch der eigentliche Ausbruch des Orgasmus ist unvorhersehbar und entsteht oft erst aus gemeinsamen Interaktionen.

Solche Ereignisse stärken die Bindung miteinander und schaffen Erinnerungen, die ein Leben lang halten. Echte Freundschaften entstehen aus gemeinsamer Ekstase. Deshalb heißt diese Seite auch: Abenteuer Freundschaft.

🤩 Orgasmus, Klimax und Ejakulation

Viele denken, dass ein Orgasmus vor allem beim Mann damit verbunden ist, dass er ejakuliert. Das ist eine ziemlich verkürzte Darstellung und eigentlich auch falsch.

Der Orgasmus beim Mann sind eigentlich zwei Phänomene: Die Ejakulation unten im Schritt (Klimax) und, wenn man Glück hat, dieses geile Gefühl im Kopf und im Rest vom Körper – der eigentliche Orgasmus. Je großartiger der Orgasmus, umso mehr von diesem Kribbeln und Beben im gesamten Körper.

Diejenigen, die sich mit Tantra auskennen, wissen es schon lange: Diese beiden Körperreaktionen – Ejakulation und Orgasmus – kann man getrennt voneinander erleben.

So sind auch Männer zu multiplen Orgasmen fähig (Mehr dazu in David Deida – Erleuchteter Sex (Amazon Link, Werbung)A).

Multiple Orgasmen in der Gesellschaft

Orgasmus oder Ekstase kann man nicht nur beim Sex erleben, sondern bei vielen Ereignissen.

Auch Du wirst vielleicht schon einen Orgasmus ohne Ejakulation erlebt haben – einen ekstatischen Zustand, den Du vielleicht bisher nicht als Orgasmus eingeordnet hast.

Vielleicht hast Du sogar schon einen multiplen Orgasmus erlebt.

Kannst Du Dich noch an die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 erinnern? Halbfinale? Deutschland – Brasilien: 7:1!

Seitdem haben viele deutsche Männer endlich ein Referenz, wie sich so ein multipler Orgasmus anfühlt. Und auch einige Frauen.

Orgasmus als notwendiger Reset

Der Orgasmus ist nicht nur ein schönes Gefühl, sondern auch ein notwendiges!

László Németh meinte, dass dieses kurze Aussetzen des Gehirns beim Orgasmus hilft, im Gehirn aufzuräumen. Es gibt einen Reset.

Der Reset ist vielleicht mit einem Neustart des Computers zu vergleichen, wenn er mal hängen bleibt. Mit der Zeit sammeln sich Fehler im Gehirn, die durch einen Reset, also einen Orgasmus, aufgeräumt werden können. Orgasmus ist eine Befreiung vom Datenmüll des täglichen Seins.

Diesen Reset braucht das Gehirn regelmäßig. Manche Gehirne öfter, manche weniger. Junge Gehirne meistens öfter als alte Gehirne, weil sie meist viel mehr neue Informationen verarbeiten müssen.

Der Drang nach Sex ist demzufolge nicht nur von der Fortpflanzung getrieben – und das hat schon ordentlich Feuer! – sondern auch vom Gehirn auf der Suche nach einem notwendigen Reset!

Das Gehirn braucht diese Aussetzer und sucht sie sich!

Sexualstraftäter und ihre schlechten Orgasmen

László Németh war Sexualtherapeut. Er hatte mit Straftätern zu tun, die in ihrem Sexualverhalten schlecht für sich selbst oder für die Gesellschaft waren.

Ihre Suche nach Orgasmen endete leider oft so, dass sie entweder sich selbst oder anderen in der Gesellschaft Schaden zufügten.

Sein Anliegen war, diesen Menschen zu helfen, gute Orgasmen in guten Umgebungen zu erleben (und die schlechten zu unterlassen).

Das Problem war: Wenn das Gehirn der Sexualstraftäter erst einmal auf der Suche nach dem Orgasmus ist, dann wurde das eine Einbahnstraße. Sie waren in ihrem Tunnelblick gefangen und sind auf das losgegangen, was sie schon kannten – komme was wolle. Nicht gut!

László Németh ging davon aus, dass das Gehirn Orgasmen braucht. Also sollten die Sexualstraftäter sich ein Leben einrichten, dass gute Orgasmen ermöglicht.

Orgasmen sind zwar nicht planbar, dennoch man kann einiges zur Vorbereitung tun und vor allem Umgebungen und Situationen schaffen, in denen gute Orgasmen möglich sind. Genau das sollten die Sexualstraftäter lernen.

Besserer Orgasmus für ein besseres Leben

Die Methoden von László Németh sind auch auf normale Menschen anwendbar, um ein besseres Leben führen.

So wie die Raumfahrt Innovationen schuf, die heute von vielen im Alltag genutzt werden: GPS, Akkuschrauber, Klettverschluss, Rauchmelder, kabellose Kopfhörer und vieles mehr.

Genauso können die Erkenntnisse von László Németh von normalen Menschen angewendet werden – für ein besseres Leben.

László Németh ist nicht der einzige der Entdecker dieser Methoden, sondern einer von vielen. Es gibt etliche Bücher zu Ekstase und die Orgasmen im täglichen Leben.

🤯 Wenn schon Orgasmus, dann richtig!

Die unbewusste Suche nach Ekstase und Orgasmus geht auch bei normalen Menschen nicht immer gut aus: Saufgelage, Prügeleien, Streit, exzessives Shopping, Heulkrämpfe, psychosomatische Erkrankungen, Extremsport, Schmerzzustände, Pornos oder Drogenkonsum sind nur einige Beispiele.

Das Gehirn sucht seine kurzen Aussetzer. Seine kleinen Kicks. Mit aller Kraft.

Wenn man jedoch weiß, dass das Gehirn seine Aussetzer braucht, dann kann man seinen Tag oder seine Woche gezielt so gestalten, dass man dem Gehirn gesunde Möglichkeiten für einen Orgasmus und eine Ekstase bietet.

Nun hat nicht jeder die Möglichkeit, in ausreichender Menge Sex zu haben. Vor allem solchen Sex, der einen guten Orgasmus mit einem großen Aussetzer ermöglicht (und nicht nur eine Ejakulation oder einen klitoralen Klimax mit einem kleinen Orgasmus-Gefühl im Kopf). Selbstbefriedigung zählt nicht wirklich.

So geht Orgasmus ohne Sex

Zu „gesunden“ Reizbildungen zur Vorbereitung eines Orgasmus gehören vor allem emotional hoch geladene, sozial verbundene Veranstaltungen: Tanzen, Sport, Events, Konzerte, aber eben auch ein gutes Beisammensein mit Freunden.

Viele Reize erinnern dabei an Sexualität: Rhythmus, Wasser oder Feuchtigkeit (auch Schweiß), Farben, Raum- und Lageverzerrungen, Gefühlsaufladungen und soziale Gemeinschaft.

  • Sport mit Freunden, bei dem man die Zeit vergisst, Anspannung, Entspannung, Enttäuschung, Hoffnung, Wut, Jubel, Abklatschen. Die Zeit vergeht wie im Rausch. Und plötzlich ist er da, der Moment, wo nichts anderes mehr zählt! Wow! Was für ein Spiel!

Das funktioniert sowohl als direkt Beteiligter als auch als Zuschauer. Natürlich ist Sport machen für den Körper oft produktiver als „nur“ Zuschauen. Aber intensives Zuschauen, Jubeln, Anfeuern ist auch schweißtreibend und orgasmusfördernd. Siehe Fussball-WM.

  • Ein schöner Abend mit Freunden. Gemeinsames Ankommen, gute Gespräche, gute Verbindung miteinander, Lachen, Tanzen, Körperkontakt – sich selbstverständlich wohlfühlen, sich fallen lassen. Das Gehirn ist aus. Und dann eben die Höhepunkte, wo es gemeinsam besonders lustig ist und man aus dem Lachen nicht rauskommt. Oder eben alle laut in der Wohnung singen und tanzen.

Ja, das waren Zeiten!

  • Gemeinsame Abenteuer: Mit der Zipline über ein großes Tal zu fliegen, dabei schreiend in die Freiheit zu fliegen – ist das nicht ein grandioses Gefühl? Und verbindend unter Freunden?

Manche empfinden ähnliche Gefühle in einem klassischen Konzert, beim Tauchen, beim Essen oder wenn sie ein Projekt gemeinsam abschließen.

Orgasmus beim Tanzen

In Berlin gibt es mehrere Angebote für Ecstatic Dance, wo hunderte Menschen völlig nüchtern zu Musik tanzen. Der DJ arbeitet gezielt mit der Musik von einem ruhigen Zustand hin zu einem oder zwei Orgasmen. Interessant ist, wie die Menge sich innerhalb weniger Minuten bewegt vom „normalen Alltags-Ich“ hin zu einer tobenden Meute, die in Ekstase aufgeht.

Wenn beim Oktoberfest die Menge auf den Bänken tanzt, laut mitsingt und es im Moment kein Morgen mehr gibt – ein multipler Orgasmus! Zicke, Zacke, Zicke, Zacke …!

Orgasmus geht auch ohne Alkohol

Der Alkohol macht es einigen Menschen leichter, loszulassen.

Vielleicht kennst Du mich schon: Alkohol will ich nicht fördern, weil seine Nebenwirkungen weniger gut für die Gesundheit und die Gesellschaft sind.Schon der brummende Schädel am nächsten Tag …

Letztlich geht es vielen darum, mit Alkohol Hemmungen abzubauen, um leichter an dieses Gefühl von Orgasmus zu kommen.

Wenn man das schon weiß, kann man sein Leben auch so einrichten, dass das Loslassen auch ohne Alkohol (oder andere Drogen) gut funktioniert. Wie das geht, wäre vielleicht einen gesonderten Artikel wert. Ectatic Dance ist ein sehr guter Anfang.

👬 Gute soziale Beziehungen für den Orgasmus

Gute Beziehungen helfen, dass man in der Lage ist, sich im entscheidenden Moment selbst loszulassen, dass man sich in Gemeinschaft von sich selbst verabschieden kann, um in den außergewöhnlichen Zustand zu fallen.

Es braucht also die Fähigkeit, im Beisein anderer Menschen so weit loszulassen.

Das hat zum einen mit dem Menschen an sich zu tun. Viel mehr noch aber mit den Menschen in der Umgebung und dem Setting. Es gibt Settings, da ist es völlig normal, einfach gemeinsam loszulassen! Jaja, der Fußball, beim Tanzen, beim Oktoberfest und so weiter. Diese Settings existieren nur, um endlich gemeinsam loszulassen! Um dem Gefühl von Orgasmus nahe zu kommen. Orgasmus ist Austicken mit anderen Menschen.

Besonders schön ist es natürlich, wenn Du gute Freunde hast, mit denen Du gemeinsam solche Settings besuchen kannst oder sogar selbst welche erschaffen kannst. Mit denen Du gemeinsam solche Abenteuer einrichten kannst oder in kleiner Runde so weit loslassen kannst, dass ihr ekstatische Erlebnisse habt.

Gute Freunde können in ihrer Gegenwart so sein, wie sie sind. Sie müssen keine Hülle haben, sie können sich zeigen, sind sind einfach. Sie können darin vertrauen, dass sie sich mögen, wie sie sind. Eine gute Voraussetzung, gut loszulassen. Gemeinsam loszulassen.

🏄🏼‍♀️ Erlebnisse als Vorbereitung des Orgasmus

Jeder Orgasmus braucht seine Vorbereitung.

Beim Sex wäre es das Vorspiel – und viel mehr: die ganze Zeit vorher, also bereits im Supermarkt, wenn man eine attraktive Person sieht, in der Werbung oder beim Schwelgen in eigenen, hübschen Erinnerungen.

Der Orgasmus baut sich auf aus vielen kleinen Ereignissen. Meist schon weit vorher. Wenn die Person diese Ereignisse vielleicht noch gar nicht mit einem Orgasmus assoziieren würde.

Erlebniskonserven hat László Németh das genannt: Kleine Erlebnisse mit hoher Gefühlsladung und starker Sinneswahrnehmung.

Das können nicht nur gute Ereignisse sein, sondern auch schlechte. Egal was, es baut Spannung auf und die Notwendigkeit und die Möglichkeit für einen Aussetzer steigt, einen Orgasmus.

Was „schlecht“ ist, ist ohnehin nur eine individuelle Bewertung. Es könnte sein, dass man als schlecht bewertet: Arbeitsstress, Prüfungsstress, Beziehungsstress, Streit, Langeweile, Zukunftszweifel oder Unzufriedenheit.

Als schöne Erlebnisse könnten gelten: eine Wanderung in der Natur, eine nette Überraschung, gesundes Essen, ein Kompliment, Erfolgserlebnisse, jegliche angenehmen sexuellen Reize, ein gutes Gespräch oder eine besondere Wohlfühlumgebung.

Positive Aufladung für den Orgasmus

László Németh meint: der Orgasmus wird wahrscheinlich umso schöner, je mehr positive Aufladungen durch positive Erlebnisse vorher stattgefunden haben.

Jetzt kannst Du Dich natürlich entscheiden: Möchte ich mich mit negativen Erlebnissen aufladen, oder begebe ich mich gezielt auf die Suche nach positiven Erlebnissen.

Ich nehme an, dass ein Leben mit positiven Erlebnissen Dir eher zusagt.

Viele positive Erlebnisse kannst Du mit Freunden haben: Ihr vertraut einander, seid positiv emotional, könnt Euch Wärme oder guten Rat geben.

Überhaupt gibt Euch Eure Zugehörigkeit ein gutes Gefühl. Mit guten Freunden lebt es sich angenehmer.

Kritische Aufladung

Menschen, die dem Leben kritisch oder eher skeptisch gegenüberstehen, haben vielleicht auch den schlechteren Sex.

Zum einen steigt die Aufladung wahrscheinlich eher durch negative Spannung. Bei ganz kritischen Menschen vielleicht sogar so schnell, dass mehr Orgasmen als notwendig sind, als beim Durchschnittsmenschen – entweder durch Sex oder eben durch andere Ereignisse.

Vielleicht sind ihre Orgasmen auch gehemmter, weil sie selbst dem Loslassen kritisch gegenüberstehen.

Außer: Sie können beim Sex oder anderen ekstatischen Ereignissen plötzlich loslassen. Wer weiß das schon.

Mehr Orgasmen durch mehr Aufladung

László Németh vertritt die These, dass Orgasmen dann notwendig sind, wenn es viel Aufladung gegeben hat. Das heißt: Emotional bewegende Ereignisse mit starken Sinneseindrücken. Etwas, was für Dich Bedeutung hat.

Läuft das Leben langweilig, gibt es auch wenig Aufladung für Orgasmen. Läuft das Leben spannend, gibt es spannendere Orgasmen.

Das junge Menschen mehr Drang nach Sex und Orgasmen haben, begründet László Németh deshalb nicht nur damit, dass sie körperlich so geschaffen sind und der Fortpflanzungstrieb in voller Blüte ist – sondern auch damit, dass diese immer wieder von Neuigkeiten in ihrer Welt überrascht werden.

Diese Flutung mit Sinneseindrücken führt zu mehr Fehlern im Gehirn, die durch Orgasmen jeglicher Art bearbeitet werden müssen.

Das kann man glauben oder nicht. Ich finde es eine interessante These.

Für wenigere Orgasmen der Älteren ist zum einen die körperliche Fähigkeit ausschlaggebend. Zum anderen aber auch, die diese durchschnittlich weniger Neues unternehmen und die Intensität und Neuheit der Sinneseindrücke abnimmt.

Heißt im Umkehrschluss: Für besseren Sex im Alter öfter mal was neues wagen. Nicht nur im Bett, sondern auch so, im Allgemeinen. Anderer Urlaub, andere Hobbies, andere Witze, neue Freunde, … etwas außerhalb der Komfortzone! Abenteuer eben.

🍕 Orgasmus und Selbstbefriedigung

Eigentlich soll es in diesem Artikel um Freunde und Orgasmus gehen.

Über Selbstbefriedigung muss ich da nicht viel schreiben.

László Németh meint, dass zu viel Selbstbefriedigung etwas von der nötigen Energie nimmt, um in der Interaktion mit anderen Menschen ekstatische Zustände zu erreichen, sei es beim Sex oder auf dem Oktoberfest.

Klar, die meisten Menschen haben genug von der Energie. Sie baut sich ja immer wieder neu auf!

Aber wie krass wäre es vielleicht, wenn man nicht stets selbst die Luft ablässt, sondern eben in gemeinsamer, positiver Interaktion.

Trotzdem hat László Németh nichts gegen die Selbstbefriedigung. Gerade als Selbsterfahrung eine sehr gute Sache. Außerdem ist es besser selbst die Luft abzulassen als bei gemeinsamer Randale, Krieg oder anderen destruktiven Handlungen.

Doch immernoch am schönsten: Guter Sex oder andere positive ekstatische Zustände.

🦔 Sex: Sicherheit mit dem eigenen Geschlecht

Für gute Orgasmen beim Sex gehört, dass man sich in Gegenwart eines anderen Menschen gut fallen lassen kann.

Also nicht mit den eigenen Selbstzweifeln beschäftigt ist oder einem Leistungsgedanken, sondern idealerweise schaltet das Gehirn ab und man zerfließt in den Wellen miteinander.

Selbstzweifel oder Leistungsdruck stehen dieser Hingabe im Weg.

Frauen machen sich dabei oft Sorgen, ob ihr Körper ausreichend hübsch ist. Männer fühlen sich im Wettkampf, ob sie die besten oder größten sind.

Konkurrenzdenken im eigenen Geschlecht

Selbstzweifel oder Leistungsdruck sind Konkurrenzdenken mit dem eigenen Geschlecht.

Die Frauen vergleichen sich mit anderen Frauen, die Männer mit anderen Männern.

Es ist weniger so, dass der Sexualpartner genau diese Ansprüche stellt. Der Sexualpartner hat vielleicht auch Ansprüche, aber meistens nicht die, worum Frau oder Mann sich gerade selbst sorgt.

Jetzt kommen wieder die Freunde ins Spiel.

Mehr sexuelle Sicherheit durch Freunde

Ein Mann, der gut aufgehoben ist unter anderen Männer, sich dort Rat und Feedback holen kann und anerkannter Teil einer Gemeinschaft von Männern ist, wird wahrscheinlich weniger von diesen Selbstzweifeln haben – und dafür mehr Selbstsicherheit.

Wer mit guten Freunden gemeinsam durch die Welt geht, ist wahrscheinlich selbstsicher, als jemand, der alleine gehen muss. Er kann mit seinen Freunden über seine Unsicherheiten beim Sex reden, seine Unsicherheiten beim Umgang mit dem anderen Geschlecht oder seine Unsicherheiten mit seinem Körper – und dass wird dazu führen, dass er selbstsicherer wird.

Ebenso geht es den Frauen.

Wer mit seinen Freunden oder Freundinnen viel Akzeptanz erfährt, viel zweifelsfreie Wertschätzung und Selbstvergessenheit im Zusammensein spürt, der oder die kann wahrscheinlich viel davon mit in das sexuelle Zusammensein mit dem anderen Geschlecht nehmen – und sich hingeben und ausliefern, den gemeinsamen Gefühlen, Wallungen und ekstatischen Eskapaden.

Loslassen bis zum Höhepunkt.

Freunde sind überhaupt ein guter Raum, um das Loslassen miteinander zu üben und zu genießen, ohne das es im Zyklon der Sexualität stattfindet – sondern eben nur beim Sport, beim Tanzen, beim Lachen oder Chillen.

Freunde sind gleich

Um diese Selbstsicherheit aufzubauen, meint László Németh, ist es gut, wenn ein Gehirn sich mit anderen adäquaten Gehirnen austauscht. Die Quelle des Orgasmus ist das Gehirn.

Ein adäquates Gehirn für den Austausch sei für heterosexuelle Menschen vor allem ein Gehirn des gleichen Geschlechts, das in den Lebensbedingungen oder in der Biografie so viele Ähnlichkeiten aufweist, dass der Austausch als ähnlich empfunden wird.

Im Kern geht es darum, dass der Austausch zwischen Menschen stattfinden soll, denen man sich gleich fühlt und sich nicht sexuell hingezogen fühlt.

Der Austausch hilft bei der Identifikation mit dem eigenen Geschlecht, dem eigenen Körper, mit den Rollen im Leben, mit den Ansprüchen an sich selbst und mit den Zielen und Werten. Wo ist mein Platz auf der Welt? Was ist meine Identität? Wo gehöre ich dazu?

Dieser meist gleichgeschlechtliche Rückhalt führt dazu, dass man sich auch beim Sex besser fallen lassen kann.

Das Freunde so gleich sind, ist übrigens der Normalfall. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Freunde sind gleich. Erstaunlich gleich!

Vielleicht hängt die Gleichheit genau damit zusammen, weil das Gehirn weiß, was es für einen guten nächsten Orgasmus braucht.

📦 Zusammengefasst: Lebensgefühl Orgasmus

Der Orgasmus ist nicht nur ein unfassbar schönes Gefühl, sondern auch eine Notwendigkeit: Ein Reset im Gehirn. Das Gehirn kann aufräumen, was sich über die Zeit angestaut hat.

Orgasmus funktioniert besonders gut, wenn man loslassen kann – gerade in der Interaktion mit anderen Menschen. Sicherheit und Wohlgefühl sind gute Faktoren, um gemeinsam loszulassen. Gerade mit vertrauten Freunden geht das besonders gut: Das Gehirn ist aus und die Zeit plätschert vor sich hin. Man kann sich gemeinsam auf Ekstase einlassen.

Zur Vorbereitung eines Orgasmus braucht es emotionale Sinneseindrücke, am besten positive. Die kann man unter anderem besonders gut mit guten Freunden sammeln.

Mit Freunden kann man sich gut über die großen Fragen der Welt und der eigenen Identität austauschen. Außerdem vermitteln Freunde ein Sicherheitsgefühl.  Selbstsichere Menschen können sich vielleicht besser hingeben und fallen lassen – auch wenn die Freunde gerade nicht dabei, sondern vielleicht eine Sexualpartnerin oder ein Sexualpartner.

Ich wünsche Dir eine gute Zeit, und viele gute Orgasmen!

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Von |2024-06-10T19:06:49+01:0030. Mai 2024|Startseite|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Patrik 11. Juni 2024 um 15:40 Uhr - Antworten

    Sehr guter, starker und „geiler“ Artikel Georg – Chapeau!👌🏻

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